Call for Papers: Workshopreihe „Kritisches Kartieren“

22.-24. Juni 2023

Körper und Dinge kartieren

Anschließend an einen erfolgreichen Workshop im vergangenen Jahr, der darauf zielte kartographische Beiträge und Perspektiven aus Design, Kunst und Geographie ins Gespräch zu bringen, laden wir 2023 erneut nach Halle ein.

Körper und Dinge kartieren – der Titel des diesjährigen Workshops weist eine Doppeldeutigkeit auf, die das Themenspektrum abstecken soll: Körper und Dinge werden einerseits zu einem Gegenstand kartographischer Praktiken – sie werden kartiert –, können aber andererseits selbst als aktiv kartierende Instanzen adressiert werden – sie kartieren. Während ersteres eher bestehende kartographische Konventionen und exemplarisch den klassischen Modus ‚thematischer Kartographie‘ beschreibt, was auch für weite Teile kritischen Kartierens gilt, so nimmt diese Doppeldeutigkeit sowohl die Inspirationen neuer Materialismen, nicht-repräsentationaler, handlungs- und praxistheoretischer sowie materiell-semiotischer Ansätze auf, als auch – stärker zeitdiagnostisch und konkret auf den Alltag gewendet – die Rolle von Sensoren und Automatisierung in der Produktion geographischen Wissens. Smartphones, Fahrzeuge, Haushaltsgeräte, immer mehr Dinge um uns herum produzieren räumliche und raumbezogene Daten über ihre Umgebung.

Dabei ist die herkömmliche Karte als (Re-)Präsentation geographischer Zusammenhänge nur ein möglicher Output eines Trackings und Tracings ortssensitiv gewordener Technologien. Doch als tradierte Formen der Vermittlung bleiben kartographische Visualisierungen besonders wirksam im gesellschaftlichen Diskurs. Was bedeutet es also für eine kritische Kartographie, die ihre Wurzeln in der Repräsentations- oder Inhaltsforschung hat, wenn humane und non-humane Interaktionen, Praktiken und Identitäten sowie die damit einhergehenden Materialitäten von Körpern, aber auch Medien(-technologien) in den Blick genommen werden? Mit welchen Methoden können wir diese Entwicklungen verstehen und adressieren?

Zur Diskussion dieser und weiterer Fragen möchten wir im Rahmen des Workshops interdisziplinäre Perspektiven und Ansätze zusammenführen, welche einerseits die Ausweitung kartographischer Praktiken auf verschiedenste Lebens- und Gesellschaftsbereiche thematisieren und andererseits neue Formen kartographischer Wissensproduktion entwickeln und kritisch analysieren. Hierbei interessieren wir uns besonders, aber nicht ausschließlich, für Einreichungen aus Medienwissenschaften, Geographie und benachbarten Feldern, Kunst- und Designwissenschaften sowie Kulturwissenschaften, die sich mit folgenden Themen beschäftigen:

  • Geomedien und Technologien der Lokalisierung
  • Geschichte und Gegenwart des Trackings und Tracings von Menschen und Dingen
  • Sensorische Geographien
  • Automatisierungen und die KI-gestützte Produktion kartographischer Informationen und karto­gra­phischen Wissens
  • Kartieren aus einer Critical Zones-Perspektive
  • Ethische Fragen und Fragen der accountability von Daten und Technologien

Wir freuen uns über Beitragsvorschläge (Abstracts ca. 250 Wörter) bis zum 19.03.2023 an finn.dammann@fau.de und nora.kuettel@geo.uni-halle.de. Die Rückmeldung zu den Einsendungen erfolgt bis zum 02.04.2023.

Neben klassischen Paper-Präsentationen ist der Workshop offen für experimentelle und praktische Formate.

Der Workshop findet vom 22.-24.06.2023 in Halle (Saale) statt und wird gemeinsam von Boris Michel, Pablo Abend, Nora Küttel (Halle), Finn Dammann (Erlangen), Lea Bauer und Francis Harvey (Leipzig) organisiert.

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Designwissenschaftliches Symposium

13./14.1.2023 Raum für Experimente – Beispielsweise Design und Anthropologie

CfP: Designwissenschaftliches Kolloquium Raum für Experimente. Beispielsweise Design und Anthropologie

Symposium: 11. bis 13. Januar 2023
Ort: Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
06003 Halle (Saale), Neuwerk 7, Anbau Dachsaal
Einreichungsfrist: 24. Oktober 2022
Rückmeldung: 7. November 2022

Wir, die Designwissenschaften an der BURG, planen ein Symposion, für das wir uns Raum – und Zeit – für ein Experiment nehmen möchten: Das gemeinsame Nachdenken über und mit Design und Anthropologie. „CfP: Designwissenschaftliches Kolloquium Raum für Experimente. Beispielsweise Design und Anthropologie“ weiterlesen

Das war der Workshop „Kritisches Kartieren sozialer Wirklichkeiten“

Hier einige Bilder im Nachklapp des Workshops Kritisches Kartieren sozialer Wirklichkeiten, der vom 28. bis 30. April 2022 an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle stattgefunden hat.

Es war eine äußerst gelungene Mischung aus Vorträgen, Spaziergängen und Workshops, möglich gemacht durch die Beteiligung von:  Sybille Bauriedl (Flensburg), Linda Pasch (Flensburg), Eric Losang (Leipzig), Katharina Schmidt (Hamburg), Katrin Singer (Hamburg), Pascal Dreier (Köln/London), Felix Egle (Halle), Inga Gryl (Essen), Roman Maurer (Mainz), Elisabeth Sommerlad (Mainz), Eva Paulitsch (Göppingen), Elisa Möller (Halle), Marie Witte (Halle), Paula Barth (Halle), Matthias Görlich (Halle), Studiengruppe Informationsdesign (Halle), Lea Bauer (Leipzig), Philip Boos (Berlin), Eva Nöthen (Frankfurt/Halle), Gabriele Reuter (Berlin), Ina Turinsky (Halle), Henning Frančik (Halle).

Vielen Dank Euch allen! To be continued…

Zum Nachlesen gibt es hier das Programm inklusive Abstracts.

Kompaktwoche „Unboxing Campinggeschirr“

Auf einmal stand da eine Vitrine in unserem Flur. Heute wurde sie bespielt. Ergebnisse der Kompaktwoche „Unboxing Campinggeschirr – Die Präsentation eines ausgewählten Objekts aus der Sammlung der BURG“
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CfP: Workshop „Kritisches Kartieren sozialer Wirklichkeiten“

Neue Formen und Ansätze kartographischer Wissensproduktion

Karten sind machtvolle Zeichensysteme, die unsere Wahrnehmungen von Welt und unseren Umgang mit Umwelt im Alltag prägen. Kritische Kartograph*innen stellen diese Macht der Karte in Frage und arbeiten heraus, wie Karten als Instrumente zur Herstellung spezifischer sozialer Wirklichkeiten genutzt werden. Gleichzeitig lassen sich alternative und neue Formen und Ansätze kartographischer Wissensproduktion beobachten: Journalist*innen, Künstler*innen, Aktivist*innen und Kartograph*innen nutzen Karten schon seit langer Zeit dafür, neue, alternative und gegenhegemoniale Sichtbarkeiten und Weltbilder zu verhandeln. Dabei unterlaufen sie die tradierten Weisen kartographischer Weltbeschreibung, fordern deren Strategien der Weltaneignung heraus und entwickelt neue und andere Formen des Kartierens sozialer Wirklichkeiten. „CfP: Workshop „Kritisches Kartieren sozialer Wirklichkeiten““ weiterlesen

CfP Geomedia Histories

New Media & Society
Special Issue

Abstract Deadline: November 1st 2020.

Edited by: Karin Fast (Karlstad University) and Pablo Abend (University of Siegen)

Overview

There has been an increased interest in the process of place-making by means of technology. Spurred by the spatial turn in the humanities and social sciences, and the appearance of new location-aware technologies, the nexus between geography and media came into focus of media and communication studies. While the majority of work within the field of geography and media focus on contemporary developments, this volume wants to address the nexus of geography and media from a historical perspective. Such a perspective serves to counterbalance dominant discourses – produced not least by ICT companies and policy makers but also by academics – about the “revolutionary” traits of new location-aware media. „CfP Geomedia Histories“ weiterlesen